Der reale Umsatz des baden-württembergischen Einzelhandels lag nach vorläufigen Angaben des Statistischen Landesamtes im Januar 2025 um 2,7 % über dem Umsatzniveau des Vorjahresmonats. Nominal verzeichneten die Unternehmen ein Umsatzplus von 4,0 %. Die Verkaufstage in Baden-Württemberg betrugen sowohl im Januar 2025 als auch im Januar 2024 jeweils 25 Tage. Zum Vergleich: Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes stieg der preisbereinigte Umsatz der Einzelhandelsunternehmen deutschlandweit im Januar 2025 gegenüber Januar 2024 um 3,5 %. Nominal legte der Umsatz um 4,5 % gegenüber dem Vorjahresmonat zu. Die Zahl der im baden-württembergischen Einzelhandel tätigen Personen lag wieder leicht im Minus. Hier wurden gegenüber dem Vorjahresmonat 1,2 % weniger tätige Personen gemeldet.
Im baden-württembergischen »Einzelhandel mit Lebensmitteln« meldeten die Unternehmen im Januar 2025 einen deutlichen Umsatzanstieg von preisbereinigt 4,0 % gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat (nominal +5,6 %). Die Zahl der tätigen Personen sank gegenüber Januar 2025 um 1,5 %. Der Umsatz im heimischen »Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln« stieg im Januar 2025 gegenüber dem Ergebnis des Vorjahresmonats um real 1,8 % (nominal +2,7 %). Die Zahl der tätigen Personen ging hier um 1,0 % zurück.
Die Branchenumsätze innerhalb des Einzelhandels mit Nicht-Lebensmitteln entwickelten sich unterschiedlich. Während »Apotheken und der Einzelhandel mit medizinischen, orthopädischen und kosmetischen Artikeln« einen deutlichen preisbereinigten Umsatzzuwachs von 9,6 % (nominal +12,4 %) gegenüber dem Vorjahr verbuchte, ging der Umsatz in den anderen betrachteten Branchen zurück. Den größten preisbereinigten Rückgang verzeichnete der »Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen, Lederwaren« mit einem Umsatzminus von real −2,3 % (nominal −0,1 %) gefolgt vom »Einzelhandel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten, Baubedarf« (real −1,8 %, nominal −2,9 %) und dem »Einzelhandel mit Möbeln, Hifi und IT« (real –1,2 %, nominal −2,8 %).
Gastgewerbe im Januar 2025 mit leichtem Umsatzminus
In Januar 2025 verzeichnete das Gastgewerbe in Baden-Württemberg nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Landesamtes gegenüber dem Vorjahresmonat ein leichtes reales Umsatzminus von 0,8 %. Nominal stieg der Umsatz um 3,5 %. Die Zahl der im Gastgewerbe tätigen Personen lag im Januar 2025 um 1,7 % unter dem Vorjahreswert. Das Gastgewerbe setzt sich aus Gastronomie und Beherbergung zusammen. In der Beherbergung sank das Umsatzniveau gegenüber dem Vorjahresmonat um real 0,9 % (nominal +1,8 %). In der Gastronomie ging der Umsatz um real 0,7 % zurück (nominal +4,4 %). Die Zahl der in der Beherbergung tätigen Personen ging im Januar 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,1 % zurück, in der Gastronomie lag der Rückgang bei 2,1 %. Besonders deutlich sank der Umsatz im Ausschank von Getränken. Gegenüber dem bereits niedrigen Vorjahresniveau meldeten die Unternehmen dieser Branche im Januar 2025 einen deutlichen Umsatzrückgang von real 9,6 % (nominal –7,3 %).

