Gemeinschaft der Selbständigen Neckarau e.V.

Große Finanzpolitik beim Neujahrsempfang der GDS

23.01.2018 · Neu · Redaktion

„Wir, die Bundesrepublik Deutschland, müssen der Motor von Europa sein“, sagte Bernd Schwinn. Er hoffe, dass man den Aufschwung erhalten könne „und dass es uns auch weiterhin wirtschaftlich so gut geht“, so der GDS-Vorsitzende. Zahlreiche Neckarauer Prominenz hatte sich auch in diesem Jahr zum Neujahrsempfang der Gemeinschaft der Selbständigen eingefunden, dessen Gastgeber in diesem Jahr GDS-Mitglied Mehmet Ali Sen in Rheingoldrestaurant und Lounge war.

4 Männer

1: Lothar Binding mit Bernd Schwinn, Matthias Schmitt und Mehmet Ali Sen (von rechts) beim Neujahrsempfang der GDS. Foto: Kranczoch

„Was uns am Herzen liegt: die Gleichstellung von Klein- und Mittelständlern bei der Renten- und Krankenversicherung“, so der GDS-Vorsitzende weiter. Was diese im vergangenen Jahr geleistet hatte, daran erinnerte Schwinn in einem kurzen Rückblick. Es gebe aber auch Dinge, die nachdenklich machten, fuhr der GDS-Vorsitzende fort. Zum einen sei dies die Entwicklung im Seilwolff-Center. „Hier fordern wir die Politik auf: Es muss an den Investor herangegangen werden.“ Es könne nicht sein, dass nach Abwanderungen von Gewerbemietern „am Ende eine Ruine in Neckarau steht. Es muss genutzt werden“, forderte Schwinn. Stadtrat Claudius Kranz überbrachte die Wünsche des Oberbürgermeisters nach Neckarau und würdigte das außerordentliche Engagement im Stadtteil. Als Festredner hatte die GDS in diesem Jahr Lothar Binding, finanzpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, eingeladen, der das Steuersystem aus Sicht eines Politikers schildern sollte. „Ich bin Starkstromelektriker von Haus aus, und wenn ich auf der Baustelle nur ein Prozent Ausschuss produziert habe, hat mich mein Meister abends gelobt.“ Wenn allerdings im Bundeshaushalt nur ein Prozent verschwendet würde, „dann ist das richtig ärgerlich“, erläuterte Binding einleitend, um dann auf die Steuerpolitik einzugehen. Die sei inzwischen „viel mehr Außenpolitik, als uns das recht sein kann“. Er wolle kein „Unternehmensbashing“ machen, so der Politiker. Die Frage sei nur, wer es großen Unternehmen ermögliche, so Steuern zu sparen, dass die Gemeinschaft der Steuerzahler dafür aufkommen müsse. „Es gibt eine internationale Struktur, um die wir uns kümmern müssen.“ Hier verstecke sich die Frage nach einer gerechten Zukunftsentwicklung.

nco